Vetra erhält Auftrag für Bau von 100 Brandschutz-Fertigteilmodulen für Windkraftanlagen

Die Vetra Betonfertigteilwerke aus Neermoor konnten Ende 2012 mit einer passgenauen Kundenlösung punkten: Die Enercon GmbH, einer der größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen, erteilte den Auftrag für den Bau von 100 Brandschutz-Fertigteilmodulen. Die Module werden im Turm der Windkraftanlagen, die in Österreich errichtet werden, montiert. Das Projekt ist ein vorbildlicher Beitrag für die im Rahmen der Holcim Leadership Journey angestrebte exzellente Kundenorientierung.

Die Entwicklung der Module war ein langer Prozess in enger Abstimmung mit Enercon. Die ersten Prototypen wurden statisch berechnet und von Enercon auf Explosionssicherheit geprüft. Bereits die ersten Prüfungen verliefen sehr positiv, daraus resultierende Änderungswünsche und Anregungen wurden genau umgesetzt. Um wettbewerbsfähig zu produzieren, änderte Vertriebsleiter Karl-Dieter Goldsweer die bis dato erstellte Prototypenkalkulation in Zusammenarbeit mit dem Produktionsleiter und seinem Team in eine Serienfertigungskalkulation. Hierbei halfen die langjährige Erfahrung in der Fertigteilproduktion und die guten Geschäftsbeziehungen zu einem Schalungsbauer aus Belgien sowie einem Bewehrungslieferanten aus den Niederlanden. Der Zukauf einer halbautomatischen Fertigungsschalung führte zur Reduzierung der Produktionsstunden.

Der Aufwand wurde belohnt: Im November 2012 erhielt Vetra den Zuschlag für die Herstellung der Module und die Vorbereitung der Produktionshalle für die Serienfertigung begann. Nach der Anlieferung der Schalung aus Belgien im Januar, folgte die Einweisung der Mitarbeiter durch den Schalungsbauer. Nach weiteren Abstimmungen folgte Ende Januar die Betonage des ersten Moduls. Anschließend erprobte das Team den Einsatz von selbstverdichtendem Beton. Mit Erfolg, wie Karl-Dieter Goldsweer erläutert: „Beide Versuche waren optisch identisch, aber aufgrund der geringeren Lärmbelästigung haben wir uns für den selbstverdichtenden Beton entschieden.“

Die ersten Module wurden bereits Anfang März ausgeliefert, ab Mitte Mai sollen wöchentlich zwei Module das Werk in Neermoor verlassen.